Den direkten Klassenerhalt verpasst

22. April 2016

FFC vs. SC DHfK Playdown 1Der Sportclub verpasst den direkten Klassenerhalt. In der Halbfinalserie der Playdowns musste man sich den Floor Fighters Chemnitz 1:2 geschlagen geben. Nachdem man das Hinspiel in Leipzig verloren hatte, was vor allen Dingen an einem schlechten letzten Drittel lag, musste man nun in Chemnitz spielen. Am Samstag erwischte man einen Start nach Maß. Schon nach 26 Sekunden konnte Nicolas Kujat die Führung erzielen. Nach vier Minuten folgte das 2:0 in Überzahl durch Christian Hollmichel. In dieser Anfangsphase spielte man deutlich besser als die Gastgeber, verpasste es aber noch höher in Führung zu gehen, man ließ die ein oder andere Chance liegen. Die zweite Hälfte des ersten Drittels ging dann an die Gäste, die bis zur Pausensirene das Spiel auf 3:2 drehten.

Auch nach der Pause schien alles für die Chemnitzer zu laufen. Schon nach zwei Minuten erhöhten sie auf 4:2. Man wollte dies allerdings nicht einfach so hinnehmen. Bis zur zwölften Spielminute des zweiten Drittels drehten Ingmar Penzhorn, Phillip Jassmann und Juuso Laamanen (per Strafschuß) die Partie zu Gunsten des Sportclubs. Bis zur Pause kam Chemnitz allerdings wieder zum Ausgleich.

FFC vs. SC DHfK Playdown 4Im letzten Drittel sollte die Intensität dann noch einmal zunehmen. Keine Mannschaft wollte an diesem Samstag das Spiel verloren geben. Chemnitz konnte kurz nach der Pause erneut in Führung gehen. Nach zwölf Minuten saßen dann gleich zwei Spieler der Gastgeber auf der Strafbank. Nicolas Kujat konnte dies zum 6:6 Ausgleich nutzen. In der Folge war es ein offener Schlagabtausch, beide Mannschaften wollten das Siegtor erzielen und die Verlängerung auf jeden Fall vermeiden. In der 18. Spielminute konnte Lukas Richter die Führung für den Sportclub erzielen, was eine unübersichtliche und hektische Schlussphase einläuten sollte. Chemnitz, nun ohne Goalie agierend, musste auch noch das 6:8 durch Nils Knothe hinnehmen, wodurch sich ein Spieler und der Trainer zu Unsportlichkeiten gegenüber den Schiedsrichtern hinreißen ließen, was Ersterem eine 10 Minuten Strafe und Letzterem die rote Karte einbrachte. Trotzdem konnte Chemnitz noch einmal den Anschluss erzielen, weil man selbst noch ein weiteres Tor erzielen wollte, statt clever den Ball in den eigenen Reihen zu halten. In den verbleibenden sechs Sekunden danach passierte fast schon überraschenderweise nichts Erwähnenswertes mehr, so dass man mit 7:8 siegte und am nächsten Tag noch einmal spielte.

FFC vs. SC DHfK Playdown 3Da erwischte dann Chemnitz den besseren Start und konnte früh in Führung gehen und nach 10 Minuten in Überzahl auch das 2:0 erzielen. Selber verpasste man es in drei Überzahlsituationen gegen Ende des Drittels einen Treffer zu erzielen. Bis zur Mitte des zweiten Drittels dauerte es, bis man im Spiel angekommen war. Nils Knothe konnte auf 1:2 verkürzen. In der Folge war man die bessere Mannschaft, konnte aber seine Chancen nicht nutzen. Chemnitz nutze dies eiskalt mit zwei Kontern um aus dem nichts eine 1:4 Führung zu erspielen. Im letzten Drittel konnte erneut Nils Knothe nach sieben Minuten auf 2:4 verkürzen. Mit der 17. Spielminute wurde dann erneut eine turbulente Schlussphase eingeleitet. Die Floor Fighters erzielten zunächst das 2:5, da man nun selbst sehr offensiv agierte. Nils Knothe konnte kurz darauf das 3:5 erzielen, was Chemnitz mit einem Treffer ins nun leere Tor beantwortete. 24 Sekunden vor dem Ende erzielte Nils Knothe mit seinem vierten Treffer das 4:6, was letztlich auch den Endstand darstellte. Chemnitz hält damit die Klasse, man selbst muss ins Abstiegsfinale gegen Halle. Den großen Unterschied hat im dritten Spiel der gegnerische Torhüter gemacht, der viele gute Chancen vereiteln konnte.

FFC vs. SC DHfK Playdown 2Die Serie insgesamt konnten die Floor Fighters vor allen Dingen durch ihre Gastspieler gewinnen. Ein wenig Ironie ist es dabei schon, dass das jüngste Team der Bundesliga den Klassenerhalt fast ausschließlich durch eben Diese sichert. Sich selbst muss man den Vorwurf machen, das Spiel in Leipzig zu leichtfertig vergeben zu haben und nur in einem Spiel der Serie in Führung gegangen zu sein. Dass man dann auf Augenhöhe spielen kann hat man Samstag gezeigt.

Insgesamt hat man aber eine tolle Serie und eine großartige kämpferische Leistung gezeigt. Einem erfahrenen Bundesligisten drei Spiele in der Playdownserie abzuringen kann man als Erfolg verbuchen.

Nun geht es also in einer Woche im Biberbau und eine Woche später ein oder zweimal in Leipzig darum wer in die Relegation kommt und wer direkt absteigt.